Wenn das Universum dir sein Ohr leiht

Auf dem Weg nach Worten, für das was mir heute passiert ist, bin ich auf einige spannende Ideen gekommen. Spannend und ein bisschen irre, zumindest für die Menschen unter uns, die der Ratio zumeist folgen. Da ist unter anderem dann die Rede von einer Kräuselung im Akashafeld des Universums, als Folge einer bewusst oder unbewussten Tat bzw. eines Gedankens. Oder auch dem Gesetz der Schöpfung, welches unsere Gedanken programmiert hat. Okay, also abgesehen von diesen Auswüchsen, bin ich dann auch auf einen hilfreichen Beitrag gestoßen. Es ging darum, wie man richtig priorisiert.

Aber ganz von Anfang an, warum habe ich danach gesucht?

Vor ein paar Tagen habe ich hier, auf healthyme einen Beitrag verfasst, in dem ich über zu wenig Aufmerksamkeit gejammert habe. Heute ruft mich jedoch jemand an, der einen Ernährungsberater casten möchte, der bei seiner Arbeit mit einer Klientin mit der Kamera begleitet werden soll und anscheinden habe ich denen ganz gut ins Schema gepasst.  Eine irre Chance für mehr Sichtbarkeit und Reichweite. Aber, wie bei jeder Entscheidung im Leben gibt es trade-offs. Wer sich für das eine Entscheidet, der kann nicht erwarten, dass man das andere für einen reserviert. Selten geht es gut, wenn man zu viele Bälle auf einmal jongliert. Oder eher gesagt, es geht selten gut zu viele Bälle für eine längere Zeit zu jonglieren. Mir ist das bewusst. Es war ein schmerzhafter und laaaaaanger (ganz bewusst viele a’s) Prozess, der mich am Ende dann zu der Erkenntnis führte, dass ich verdammt nochmal nicht alles auf einmal machen kann. Mache ich das, dann wird nix wirklich gut. Ich habe also angefangen mir meine wichtigen und dringenden Aufgaben vor Augen zu führen

Wie setzt man jetzt also die richtigen und wichtigen Prioritäten? Sorry, du bist schon in dem Moment durchgefallen, indem du dir eine Antwort auf die Frage zurechtgelegt hast. Priorität ist singulär. Mit Absicht. Es gibt eine Priorität. Punkt. Alles andere ist sekundär, tertiär, you name it. Ein Trugschluss, dem schon viele Menschen aufgesessen sind. Wenn du ein Betroffener oder eine Betroffene bist, dann gibt es nur einen Weg, um aus diesem ganzen To-Do-Listen-Teufelskreis wieder herauszukommen. Du brauchst die richtigen Werkzeuge. Deine Zeit ist kostbar und darum komme ich jetzt gleich auf den Punkt:

  1. Definiere deine Ziele (Wo siehst du dich in 5 Jahren: beruflich, finanziell, geistig, familiär, körperlich, beziehungstechnisch)
  2. Definiere deine Aktuellen Rollen (Mutter, Arbeitnehmer, Tochter, Sportler, Partnerin, Umweltschützer, Dackelbesitzer, Nachbar… werde möglichst genau und schreibe dir alle Rollen auf, die dir in den Sinn kommen. Ich bin locker auf 30 Rollen gekommen)
  3. Und nun gleichst du die Rollen mit deinen Zielen ab. Alle Rollen, die sich nicht mit deinen Zielen decken, streichst du von deiner Liste – Gut so!
  4. Wenn du es gut gemacht hast, dann hast du maximal 2 Rollen pro Ziel übrig
  5. Jetzt nimmst du deine Rollen und schreibst dir auf, was du von dir in dieser Rolle erwartest und was du denkst, was andere von dir in dieser Rolle erwarten
  6. Jetzt streichst du alle Rollen, die in dir nicht mind. 80% Freude hervorrufen
  7. Und jetzt kommt der Moment der Priorität : Sortiere die Rollen nach deinem subjektiven Gefühl der Wichtigkeit nach! Z.B. Deine Rolle als Mutter, ist die wichtigste Rolle in deinem Leben zu dem jetzigen Zeitpunkt? Dann setzt du dein Ziel, welches die Rolle als Mutter berührt an die erste Stelle! Das ist deine Priorität.

Alle Entscheidungen, die du zukünftig triffst, richten sich nach deinem Primärziel. Neues Jobangebot, welches mehr Geld, aber auch längere Arbeitszeiten mit sich zieht? Ablehnen, es wird dich nicht zu deinem Ziel bringen!

Und genau das habe ich auch gemacht. Ich musste gar nicht lange überlegen und konnte die Anfrage mit gutem Gefühl und Gewissen ablehnen. Es wird mich meinem Ziel nicht näher bringen! Sicherlich ist es eine tolle Chance, aber es wird mir nicht helfen mein primäres Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Und weißt du was das aller Beste am Ablehnen war? Ich konnte auf einen geschätzten Kollegen verweisen, der das Angebot zum einen viel mehr zu würdigen weiß und der zum anderen einen super Job machen wird. Win- Win –Situation!

Und nun habe ich auch verstanden, was das alles mit der Kräuselung auf sich hat. Nein, Scherz beiseite. Wenn du weißt, wer du bist und wo du im Leben stehen möchtest, dann fällt es dir viel leichter, deinen Weg zu gehen und die richtigen Möglichkeiten zu ergreifen. Es mag sich vielleicht eine Tür schließen, aber irgendwo öffnet sich ein Fenster. Im diesen Sinne, bleib zuversichtlich und ideenreich. Alles wird gut 😉

Hello – Can you hear me?

Na, was geht?

Ich sitze hier, am Esstisch/Schreibtisch/Maltisch und fühle mich extrem indifferent. Ich habe seit Ewigkeiten keinen Beitrag mehr geschrieben oder auch nur an dich gedacht. Ursprünglich habe ich dich erschaffen (#ZaubererIn) liebes healthyme, weil du mir aus einer schwierigen Zeit helfen solltest. Ich habe 3 Jahre Dauerrotznase überlebt und wollte meine Freude darüber mit vielen verschiedenen Frauen im Web teilen. Ich wollte meine Sisters in Arms da Draußen mitnehmen und ihnen helfen.

Ganz nüchtern muss ich mir jetzt aber selbst eingestehen, dass mein Ansatz nicht wirklich gefruchtet hat. Leider hat sich keine von meinen Schwestern da Draußen von meinem „Angebot“ angesprochen gefühlt.

Als logische Konsequenz habe ich mich dann von dir, healthyme, abgewand und dem Offlineleben zugewand.

Wir beide, habe ich gedacht, sind durch miteinander. Warum die Providerkosten zahlen, wenn meine Gedanken niemanden erreichen oder niemanden weiter bringen?

Aber, ich bin wohl doch nicht ganz durch mit dir. Danke, dass du gewartet hast und die Stange hoch gehalten hast.

Mit neuem Elan an einen zweiten (okay es ist der dritte) Versuch? Ich weiß es nicht. Denn wenn wir beide ehrlich zueinander sind, dann ist es doch fast unmöglich mit leisen Tönen im WWW auf die eigene Idee aufmerksam zu machen.

Und so müssen wir beide der Wahrheit ins Auge blicken. Wir beide, du und ich bzw. unsere Beziehung, wir werden es wohl nicht auf das nächste Level schaffen. Aber, das ist okay für mich. Fortune and Fame gönnen wir anderen. Wir beide, wir werden hier in Zukunft nur das tun, was wir wollen. Wir beide, wir werden nicht den Anspruch haben irgendendetwas verkaufen zu wollen.

Ich verspreche dir mich um dich zu kümmern, healthyme, auch wenn es nur für uns beide ist. Es gibt kostenintensivere Hobbys.

Deine Wiebke

Werde deine liebevollste Unterstützung!

Wenn ich meinem Sohn sage, dass er seine Sandkastenhände nicht in den Mund stecken soll, rate mal was er machen wird? Vermutlich wird ihn genau meine Bitte dazu verleiten in einem unbeaufsichtigtem Moment seine kleinen Händchen ganz schnell einmal in den Mund zu stecken.

Ganz ähnlich sieht es mit Zielen aus, die ein bestimmtes Verhalten verbieten.

Du nimmst dir vor weniger zwischendurch zu essen oder in stressigen Zeiten auf deinen Schokoriegel als „Beruhigung“ zu verzichten.

Dieses Vorhaben wirkt auf den ersten Blick leicht umsetzbar. Aber es ist psychologische kontraproduktiv.

Meistens wirst du in Stresssituationen genau das Gegenteil von dem was du dir vorgenommen hast machen. Dir selbst ein Verbot auszusprechen wird dein inneres Kind rebellieren lassen.

Niemand mag es doch gesagt zu bekommen was man tun darf und was nicht.

Was noch schlimmer ist: Jeder noch so kleine Verstoß gegen dein selbstdefiniertes Ziel, wird in dir das Gefühl hervorrufen, dass du versagt hast. Dein ganzes Vorhaben eventuell sogar keinen Sinn mehr macht. Nun bist du ganz leicht in einem Teufelskreis gefangen.

Es ist also gar kein Wunder, dass die meisten guten Vorsätze, die du machst dir einfach nicht gelingen. Es liegt nicht an deiner Motivation oder an deiner Willenskraft. Es liegt an der Art und Weise wie du dir deine Ziele formuliert hast.

Stell dir vor, dass deine beste Freundin dich um einen Rat fragt.

Sie möchte sich gerne gesünder ernähren. Was wirst du ihr eher raten? Dass sie ab jetzt auf keinen Fall mehr Burger bei McDonalds essen darf, wenn es wieder zu stressig auf der Arbeit war? Oder wirst du ihr raten sich vielleicht eine Lunchbox von Zuhause mitzubringen und sich bewusst mit dem Essen, dass sie während der Arbeitszeit zu sich nimmt, auseinandersetzt?

Dachte ich mir.

Der Trick besteht darin sich gut gemeinte Verbote in passende Verhaltensmuster umzuwandeln!

In der letzten Woche habe ich dir den Unterschied zwischen ergebnisorientierter Motivation und verhaltensorientierter Motivation erklärt.

Du hast dein klar definiertes Ziel und dein darauf abgestimmtes Verhalten unterstützt dich nun auf dem Weg dahin. Der Anfang ist gemacht.

Das Messen von Verhalten ist motivierend. Zusätzlich erkennst du viel schneller Verhaltensmuster die dir beim Erreichen deiner Ziele im Weg stehen. Vorher wäre dir das gar nicht aufgefallen.

Profiathleten trainieren nach einem Trainingsplan. Das allein würde sie aber nicht zu den Höchstleistungen bringen, die sie dann in Wettkämpfen abliefern. Sie messen ihren Fortschritt, sie dokumentieren genau was sie auf dem Weg zu ihrem Ziel unternommen haben.

Für dich bedeutet das:

Abgleichen, messen und dokumentieren. Das Gesamtbild betrachten und nicht nur das Ziel.

Ich möchte dir nachfolgend fünf Fragen an die Hand geben, die dich unterstützen werden deinen Fahrplan für dein Projekt „Gesundheit und Fitness“ zu erstellen. Setze dich in einer ruhigen Minute einmal mit Stift und einem Blatt hin und formuliere die ganz genau die Antworten auf die kommenden Fragen:

  1. Schreibe dein gewünschtes Endergebnis auf! Was willst du für dich erreichen?
  2. Welche Eigenschaften besitzt du um dieses Ziel erreichen zu können? Was treibt dich an?
  3. Welche Skills benötigst du. um dein Ziel zu erreichen?
  4. Welche Eigenschaften und welches Verhalten wird dir helfen, die in Punkt 3 definierten Skills zu entwickeln?
  5. Verpflichte dich selber! Mache einen Vertrag mit dir selbst und verpflichte dich dein gewünschtes Verhalten ab sofort jeden Tag durchzuführen.

Schau dir deine Ziele genau an. Welche Skills bringst du mit? Welche musst du noch verfestigen?

 

Wie kann man Verhalten ändern?

Nehmen wir noch einmal das Beispiel meiner Klientin Marie. Sie hatte einen ganz klaren Fahrplan. Ein definiertes Ziel und sie wusste, welche Verhaltensziele Sie erreichen musste um ihrem Ziel näher zu kommen.

Allerdings gab es auch bei Marie Phasen, in denen Sie absolut keine Motivation hatte. Situationen in denen Sie aus Kummer- oder Stressgründen zu ungesundem Essen griff.

Das ist total normal und menschlich.

Viel wichtiger war es, dass sie sich bewusst war, welche Auslöser sie in so eine Situation gebracht hatten.

Die folgenden Überlegungen können auch für dich eine Hilfestellung sein, um am Ball zu bleiben.

Du willst dich nicht mehr müde und erschöpft fühlen? Dann starte damit ein Schlafritual zu etablieren und dich aktiv um deine Schlafqualität zu kümmern.

Oftmals ist das was wir uns verbieten möchten, keine Schokolade essen etc., nicht das Problem sondern ein Symptom für eine viel tiefer sitzende Ursache.

Deine Aufgabe, als deine beste Freundin, ist es diese Ursachen zu erforschen und dann Verhaltensweisen zu entwickeln die an die Wurzel des Problems gehen.

  • Warum isst du die Schokolade gerade in Stresszeiten?
  • Weil es einfache erreichbar ist und dich die Schoki glücklich macht?
  • Warum bist du davon abhängig von außen Glück in Form von Nahrung zuzuführen?
  • Was kannst du anstatt dessen unternehmen, damit du dich von innen glücklich fühlst?
  • Was kannst du für dich tun, damit du die Ursachen für deine Verbote herausfindest?

Abschließend möchte ich dir noch eine weitere Checkliste mit an die Hand geben. Es sind Fragen, die du schriftlich beantworten solltest. So kannst du in schwierigen Situationen immer wieder nachlesen, warum du dich für dieses Ziel entschieden hast.

  1. Schreibe eine schlechte Angewohnheit auf, die du gerne vermeiden möchtest!
  2. Schreib jetzt eine gute Gewohnheit auf, mit der du deine schlechte Angewohnheit ersetzten möchtest( z.B. Meditation anstatt Schokolade in Stresssituationen)!
  3. Schreibe jetzt ein Verhaltensziel auf, dass dich konkret bei der Umsetzung deiner neuen Gewohnheit unterstützen wird (Atme und zähle bewusst langsam bis 50 und versuche ich an einen schönen Moment in deinem Leben zu erinnern, der dir einen besonders schönes und warmes Gefühl im Bauch vermittelt. Wenn du danach noch immer Lust auf Schokolade hast, dann nimm meinetwegen 3 stück 😉 )
  4. Jetzt schreibe dir gleich neben dein Verhaltensziel auf, welchen NUTZEN du aus der Umsetzung für dich erhalten wirst (z.B. Ein paar kg weniger oder die Kontrolle über deine Gemütszustände?)
  5. Finde heraus was für dich funktioniert und setze es dann konsequent um!

 

Wenn du dich jetzt überwältigt fühlst, dann atme erst einmal tief durch!

Du bist nicht allein!

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, schreibe mir eine Email oder kontaktiere mich über Instragram @healthyfischer. Zusammen bekommen wir das hin!